Pilzzucht in unserer Gärtnerei

„Es ist uns wieder gelungen, Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde zu uns zu holen“, freute sich unsere Projektbetreuerin Daniela Dörfel, als im Frühjahr eine Kooperation unserer Gärtnerei als Praxispartner für Studierende der Fachrichtung Ökolandbau und Vermarktung der Fachhochschule begann. Ihre Aufgabe: Kann die Pilzzucht zu einem neuen Vermarktungszweig unserer Gärtnerei werden?

Wie geht Pilzzucht? Welche Sorten sind geeignet? Wo ist in der Gärtnerei der geeignete Platz dafür? Wie wirtschaftlich kann eine Pilzzucht sein? Ist der Pilzanbau in Bio-Qualität möglich? Genau diese Fragen sollten die Studenten in einer Belegarbeit beantworten. Die liegt jetzt vor und das Fazit lautet: Es kommt nur ein Außenanbau infrage. Ein Innenanbau ist zu kostenintensiv, zu arbeitsaufwendig und setzt zudem ein umfangreiches Know-how voraus. Doch selbst ein saisonales Pilzangebot wäre ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Gärtnerei, waren sich die Studenten bei der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse einig.

Wachsen können die Pilze, geeignet sind hauptsächlich Seitlinge und Shiitake-Pilze, auf bestimmten Substraten oder auf ausgewählten Baumstämmen, erklärten sie und verwiesen auf  zwei von ihnen mit Pilzstäbchen versehene Baumstämme, auf denen eine erste Ernte erwartet wird. Zudem zeigten sie Wege der Vermarktung auf: regionaler und überregionaler Verkauf an Groß- und Kleinabnehmern, auch als Dörrpilze bzw. als Pilzpulver. Möglich wäre zudem aus Sicht der Studenten der Verkauf beimpfter Baumstämme an Hobby-Pilzzüchter, auch die Herstellung eigener Pilzimpfstäbchen könnte sich lohnen.

„Wir warten jetzt ab, wie die Ernte ausfällt und werden dann weitere Entscheidungen treffen“, fasste unsere Werkstattleiterin Ivonn Rudolph am Ende der Kooperation zusammen. Vielleicht wird die Pilzzucht eine neue Aufgabe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Gärtnerei.“                  

Marina Lenth

 

Die Studenten bei der Präsentation in unserer Gärtnerei. 

Die Studenten bei der Präsentation  in unserer Gärtnerei.        

Foto: Marina Lenth